
Norbert Schiegl
Norbert Schiegl ist seit 2017 Chefredakteur des Branchenmagazins MusikWoche. Sein Einstieg in den Musikjournalismus begann 1984 beim Fanzine “59 To 1”. Ab 1988 war er Autor und ab 1990 Mitherausgeber des Magazins „Howl”. Mit der Band First Things First hat er zwischen 1990 und 1995 drei Alben auf Glitterhouse und Buback veröffentlicht. Seine Tätigkeit als Redakteur beim Fachmagazin MusikWoche begann 1993.
Interview
Warum braucht es in 2025 und darüber hinaus Plattenläden?
Plattenläden sind weit mehr als reine Verkaufsorte – sie sind kulturelle Treffpunkte, an denen Musik lebendig bleibt.
Was hast du aus der Juryarbeit und dem Austausch mit den Händler*innen an Erkenntnissen mitgenommen?
Plattenläden sind Herzensprojekte, die mit viel Hingabe und persönlichem Einsatz geführt werden.
Was kann der EMIL_ deiner Meinung nach bewirken?
Der EMIL_ zeigt, wie wichtig unabhängige Plattenläden für Musikvielfalt und Kultur sind. Er gibt den Händler*innen eine Bühne und inspiriert hoffentlich auch neue Generationen, solche Orte zu schaffen.
Welche Bedeutung haben Vinyl und Plattenläden in deinem Leben?
Ohne regelmäßige Besuche in Plattenläden, oft zwei oder drei Mal die Woche, wäre meine Begeisterung für Musik wohl nie so groß geworden.
Was macht für dich den Reiz von Vinyl gegenüber digitalen Formaten aus?
Neben der Haptik (wer sagt das nicht?) das „gebunden sein“ an einen Ort und eine Situation.
Welche zusätzlichen Features (neben Schallplatten) sollte deiner Meinung nach jeder gute Plattenladen besitzen?
Eine ideale Ergänzung ist ein gutes, auf Musik ausgerichtetes Buchsortiment und Merchandise.
Worauf freust du dich am meisten bei der Jury-Arbeit zum EMIL_?
Mitzuhelfen, einem wichtigen Kulturort die Aufmerksamkeit zu verschaffen, die er längst verdient hat.
Was war der letzte Vinyl-Schatz, den du im Plattenladen gefunden hast?
Eine Originalpressung von „D.o.A. The Third And Final Report Of Throbbing Gristle“.
Was macht für dich den Reiz von Vinyl gegenüber digitalen Formaten aus?
Das Gesamtpaket: Haptik, Cover-Ästhetik und der besondere Klang.