EMIL_vernetzt – Ergebnisse & Forderungen

Im Verlauf von fünf Monaten bot EMIL_vernetzt ein Forum für Begegnung und Austausch zwischen Plattenhändler*innen und machte deutlich, welche strukturellen Veränderungen die Musikbranche und die Politik anstoßen müssen.

Deutlich wurde der Bedarf an:

  • verlässlicher Unterstützung,
  • fairen Rahmenbedingungen und
  • einer stärkeren Anerkennung des kulturellen Beitrags von Plattenläden.

Ausgewählte Aspekte und zentrale Punkte der zurückliegenden Treffen sind:

 

Forderungen an die Musikbranche: Klares Bekenntnis zum stationären Plattenhandel durch Vertriebe & faire Wettbewerbsbedingungen für den stationären Handel

  • Deutliche Senkung des Mindestbestellwertes – Verzicht auf Mindestbestellwert bei Neuheiten
  • vereinfachte und gezieltere (digitale) Bemusterung
  • Größere Flexibilität bei der Einräumung von Retourenrechten
  • Gleichbehandlung des stationären Handels bei der Belieferung mit Neuheiten gegenüber Online-Händler*innen
  • Transparenz über Preissteigerungen
  • Senkung der GEMA-Gebühren für In-Store-Gigs

 

Forderungen an die Politik: Anerkennung der Schallplatte als Kulturgut & Würdigung des kulturellen Auftrags der Händler*innen

  • Reduzierung der Mehrwertsteuer auf Schallplatten von 19 % auf 7 %
  • Deckelung der Gewerbemieten für Schallplattenfachgeschäfte

 

Im Rahmen der EMIL_2025-Preisverleihung beleuchtete zudem ein Panel mit Marga Glanz (Groove City), Markus Muffler (Der Plattenladen), Thomas Sperling (Fatplastics) und Moderatorin Dr. Sandra Wirth (VUT) den aktuellen Status Quo von Plattenläden anhand von Beispielen aus der Praxis.

Mit diesem Prozess ist ein wichtiger Grundstein für weiteren Austausch gelegt. Interessierte können sich per E-Mail für den Verteiler anmelden und erhalten Informationen zu kommenden Treffen.